Schweriner Schloss – CC0 by pxhere.com

Am Anfang steht die Idee, der Traum …

Schon als Kind in den 60ern und 70ern träumte ich davon, später einmal zur See zu fahren. In der Stadt der sieben Seen und keine 50 km von der Ostsee entfernt aufgewachsen war das Wasser ständig präsent.
Da war dieser Traum durchaus normal.

Ein Lied hat mich seit Ende der 70er-Jahre immer im Herzen begleitet, genau so wie mein Traum:

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Die „Roten Gitarren“ aus Polen haben neben den eher liedhaften Stücken, mit denen sie in der DDR auf Platte erschienen, auch krasse Rock-Musik gespielt (meist Cover-Versionen).
Ich habe sie damals live und dadurch eine völlig andere Seite von ihnen erlebt.

Allerdings kam es anders als erträumt:

Zunächst absolvierte ich eine Lehre in Metallverarbeitung, da war noch alles offen, wobei mich der Maschinenraum eher nicht gelockt hat 😀

Danach folgte der Armeezeit ein Studium in Mathematik und Physik, um anschließend mein Wissen an Jüngere weiter zu geben.

Nach 1989/90 und dem Ende meines Studiums wechselte ich aber zunächst durch diverse andere Berufe. Ich arbeitete im Bereich Marketing und in der Erwachsenenbildung. Ich programmierte auch für verschiedene Firmen (die Grundlagen legte ich bereits in der DDR an der Uni, wo ich maßgeblich am Entwurf und Aufbau einer Datenbank-Anwendung zur Verwaltung der Studentendaten beteiligt war).

Anfang der 2000er dann ein erneutes Studium zum „Ing. für Kommunikationssysteme“ (Netzwerktechnik und so). Dadurch konnte ich im Bereich der EDV jetzt auch eine formale Qualifikation nachweisen.

Ein Arbeitsunfall führte mich 2006 zurück in die Schule, zunächst als Einzelfall-Betreuer für einen Autisten. Von diesem Jungen habe ich sehr viel gelernt, vielleicht mehr als er von mir. 

Seit 10 Jahren arbeite ich jetzt als Lehrer für Mathematik und Physik bei „Halbwüchsigen“ – und es macht mir immer noch Spaß.

Doch dieser Traum vom Leben auf dem Wasser, auf dem Meer – ausgesetzt und doch auch im Einklang mit der Natur – als Herausforderung und „Seelen-Pflege“ – er hat all diese Jahrzehnte überdauert.

Jetzt ist die Zeit reif, ihn umzusetzen.

Es ist an der Zeit, das alte Leben abzuschütteln und ein neues zu beginnen:
Ein Leben an Bord eines eigenen Bootes, damit die Küsten entlang segeln, wohin Wind und Wetter mich treiben, Eindrücke sammeln, die Seele baumeln lassen, neue Herausforderungen meistern und irgendwann auch über die Meere auf zu anderen Kontinenten.

Wir schreiben das Jahr 2017 …

Der erste Schritt ist mehr formal: Ich absolviere nach kurzer Vorbereitung erfolgreich die Prüfung zum SBF Binnen und See. Ein wenig lernen muss ich für die ganzen Zeichen, inbesondere auch an Booten und Schiffen (im Kajak interessieren die meisten ja weniger). Navigation ist dagegen ein „Kinderspiel“.

Die ersten Hürden sind genommen, Seefunkzeugnis und „Raketen-Schein“ werden in Kürze folgen.

Jetzt geht es erst einmal an die Suche nach einem geeigneten Boot.